News @ alpenverein.de

  • Vorsicht! Rutschgefahr!

    In den Bergen liegt dieses Jahr noch besonders viel Schnee. Das Österreichische Kuratorium für alpine Sicherheit warnt Bergsportler vor dem Absturzrisiko beim Begehen von Altschneefeldern.

     
  • Jetzt neu: Tourenplanung mit Bus und Bahn

    Welche Touren eignen sich für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Der DAV hat eine Sammlung entsprechender Touren zusammengestellt. Viel Spaß beim Testen!

     
  • Naturpark Karwendel - NEUE Broschüre zur ÖPNV-Anreise

    Ob für einen Tagesausflug oder eine Urlaubs-woche: die öffentliche Anreise ins Karwendel ist einfach, stressfrei und umweltfreundlich. In der NEUEN Broschüre gibt es sogar kostenlose Bustickets.

     
  • Shauna Coxsey (GBR) und Jongwon Chon (KOR) holen die Goldmedaillen

    Der fünfte von sieben Boulderweltcups in diesem Jahr fand am vergangenen Wochenende wieder auf europäischem Boden statt. Nach der Auftaktveranstaltung im schweizerischen Meiringen Mitte April, war der Weltcupzirkus weitergezogen nach Japan, über China, bis Mumbai in Indien. Nun kehrte die Serie zurück nach Europa und gastierte in der Alpenstadt Innsbruck. Zum ersten Mal fand hier der Weltcup nicht wie in den Jahren zuvor auf dem Marktplatz, sondern unter dem Dach der Olympiahalle statt. Vor den vollbesetzten Zuschauerrängen kämpften die 175 Athletinnen und Athleten um wertvolle Punkte für die Gesamtwertung des Boulderweltcups 2016.

     

    Shauna Coxsey setzt ihre Siegesserie fort

    BWC Tirol Shauna Coxsey 02
    Die vierte Goldmedaille für Shauna Coxsey

    Am Ende hatten der Koreaner Jongwon Chon und die Britin Shauna Coxsey die Nase vorn und gewannen die fünfte Station der Wettkampfserie. Shauna Coxsey kann damit bereits auf vier Goldmedaillen in dieser Boulderweltcupsaison zurückblicken. Nach ihren Siegen bei den ersten drei Stationen schaffte sie es nur in Mumbai überraschend nicht ins Finale und musste sich dort mit Platz neun zufrieden geben. In Innsbruck kehrte sie zu ihrer alten Form zurück und gewann den Wettkampf gewohnt souverän. Damit konnte sie ihre Siegesserie fortsetzen und ihrer Rolle als klarer Favoritin im Rennen um den Gesamtsieg gerecht werden.

     

    Nur knapp hinter Shauna Coxsey auf Rang zwei platzierte sich die erst 17-jährige Janja Garnbret. Die junge Slowenin gilt als "Jahrhunderttalent" und konnte ihr herausragendes Können in Innsbruck erneut unter Beweis stellen. Beim ersten Weltcupstop in Meiringen hatte sie ihr Boulderweltcup-Debut gleich mit einem sehr guten fünften Platz gefeiert. Ihr zweiter Boulderweltcup-Auftritt endete für sie mit einem sensationellen zweiten Platz. Sie blieb Shauna Coxsey bis zuletzt dicht auf den Fersen und im Finale hatte sie nur zwei Versuche mehr auf ihrem Laufzettel stehen - ein mehr als verdienter zweiter Platz für Janja Garnbret.

     

    BWC Tirol Monika Retschy
    Monika Retschy in der Qualifikation
    Dritte wurde die Japanerin Miho Nonaka, die in Mumbai ihren ersten Weltcupsieg gefeiert hatte. Wie Shauna Coxsey und Janja Garnbret kletterte auch sie im Finale alle vier Boulder, brauchte aber ein paar Versuche mehr und verspielte damit einen erneuten Sieg.

     

    Für den Deutschen Alpenverein gingen bei den Damen Johanna Holfeld (DAV Sächsischer Bergsteigerbund), Lilli Kiesgen (DAV Darmstadt-Starkenburg) und Monika Retschy (DAV München-Oberland) an den Start. Nach ihrem sensationellen zweiten Platz beim vierten Weltcup-Stop im indischen Mumbai, war Monika Retschy gut gelaunt und in Topform nach Tirol gereist.

     

    Leider konnte sie die Silbermedaille hier nicht verteidigen, zog jedoch als einzige Deutsche ins Halbfinale ein und landete am Ende auf einem guten 12. Platz.

     

    Lilli Kiesgen kann mit ihrem Ergebnis ebenfalls zufrieden sein. Mit Platz 23 schaffte sie es zwar knapp nicht ins Halbfinale der besten 20, aber angesichts des starken internationalen Starterfelds ist das eine gutee Leistung für die 19-Jährige. Für Johanna Holfeld lief es leider nicht so gut. In ihrer Qualifikationsgruppe waren vier getoppte Boulder nötig, um ins Halbfinale zu gelangen. Sie konnte jedoch nur zwei davon klettern und kam schließlich auf Rang 45.

     

    Der amtierende Gesamtsieger holt Gold bei den Herren

    Für Jongwon Chon, den Gesamtsieger des letztjährigen Boulderweltcups, hatte die diesjährige Saison nicht ganz so gut begonnen. Nach Platz 17 in Meiringen landete er in Kazo nur auf Rang 37 und fand erst in China wieder zu seiner alten Form zurück. Mit Platz drei konnte er dort wieder einige Punkte in der Gesamtwertung gutmachen. In Mumbai verpasste er das Podium nur knapp und kam auf Rang vier. In Innsbruck dominierte er den Wettkampf von Anfang an. Als einziger in seiner Gruppe kletterte er alle fünf Qualifikationsboulder und zog als Führender ins Halbfinale ein. Hier wurde er zwar von Sean McColl (CAN) knapp überholt, konnte sich aber dennoch souverän als zweiter für das Finale qualifizieren. Dort kletterte er gleich den ersten Boulder als einziger bis zum Top, und das im ersten Versuch. Auch Boulder zwei und drei gelangen ihm scheinbar ohne Probleme, da konnte auch die Null-Wertung beim letzten Boulder nichts mehr an seiner Spitzenposition ändern. Er gewann deutlich vor dem Japaner Tomoa Narasaki und Sean McColl auf Platz drei.

     

    Beste Deutsche bei den Herren waren Alexander Averdunk (DAV München-Oberland) und David Firnenburg (DAV AlpinClub Hannover) mit einem geteilten Platz 29. Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main) landete auf Rang 31., Max Prinz (DAV AlpinClub Hannover) auf Rang 37 und Moritz Hans (DAV Schwaben) wurde 57.

     

    Ergebnisse Boulderweltcup Innsbruck 2016:

    DAMEN:

    1. Shauna Coxsey (GBR)
    2. Janja Garnbret (SLO)
    3. Miho Nonaka (JPN)

    12. Monika Retschy (DAV München-Oberland)
    23. Lilli Kiesgen (DAV Darmstadt-Starkenburg)
    45. Johanna Holfeld (DAV Sächsischer Bergsteigerbund)

     

    HERREN:

    1. Jongwon Chon (KOR)
    2. Tomoa Narasaki (JPN)
    3. Sean McColl (CAN)

     

    29. Alexander Averdunk (DAV München-Oberland)
    29. David Firnenburg (DAV AlpinClub Hannover)
    31. Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main)
    37. Max Prinz (DAV AlpinClub Hannover)
    57. Moritz Hans (DAV Schwaben)

     

    Die DAV Nationalmannschaft wird unterstützt von edelrid

     
  • Alpenvereinshütten starten in die Sommersaison

    Die Saison auf vielen Alpenvereinshütten hat begonnen! In unserer sorgfältig recherchierten Übersicht erfahren Sie mehr über die Öffnungstermine.

     
  • Videoclip: Boulderweltcup im Münchner Olympiastadion

    Das Highlight der Saison: Am 12./13. August 2016 geht im Münchner Olympiastadion das Finale des Boulderweltcups über die Bühne. Wir präsentieren Trailer & Website!

     
  • Frühjahrstouren - auf in die Berge!

    Die Bergwandersaison ist gestartet! Oben liegt vielerorts noch Schnee, deshalb sollte man Touren in niedrigen bis mittleren Lagen vorziehen. Wir haben ein paar Tipps für Sie.

     
  • Monika Retschy holt sensationell den zweiten Platz

    Beim ersten Boulderweltcup in Indien holt Monika Retschy vom DAV München/Oberland die beste internationale Platzierung ihrer Karriere.

     
  • Überprüfen Sie Ihre Kindertrage von Osprey

    Die Firma Osprey Europe rät Kunden, ihre Kindertrage der Reihe "Poco AG" zu überprüfen. Ein möglicher Defekt an den Schnallen könnte zu Verletzungen führen.

     
  • Neue Schulungswand im DAV-Kletterzentrum Kaufbeuren

    Die DAV-Sektion Kaufbeuren-Gablonz hat ihr Kletterzentrum erweitert: Die neue Schulungswand bietet nun weitere 350 Quadratmeter Kletterfläche.

     

Der Bereich Bergsport Der Bergsport Blog

Willkommen auf den Seiten des Bergsport-Bereichs. Oben findet Ihr die aktuellen Neuigkeiten und hier folgend unsere Artikelsammlung mit Interessantem und weniger Interessantem. Ihr dürft übrigens selber Artikel schreiben! Ihr müsst dazu nur Mitglied sein und Euch für unseren Internetauftritt registrieren lassen. Wir freuen uns auf zahlreiche Artikel. Hier im Bergsport-Blog

Nachdem der erste Sonntag im Mai auf den 01. gefallen ist erschien es sinnvoll, auf den 8. Mai auszuweichen – leider der Muttertag.

Klettersteiggrundkurs fränkische Schweiz

 

Um es vorwegzunehmen: Nur wenn du Lust hast, deine (körperlichen) Grenzen auszutesten, den Alltag zu vergessen, Neues zu lernen, Spaß mit netten Leuten zu haben … dann bist du beim Klettersteiggrundkurs richtig. Dann lohnt es sich auch, weiterzulesen.

Bei strömendem Regen, mit mittelschwerem Zweifel wegen des Wetters, fuhren wir am Freitagnachmittag los. Das Ziel unserer Reise: der Res’n Bauernhof in Neutras in der Fränkischen Schweiz. Bei Kaffee und Kuchen, Radler und Weizen konnten wir mit unseren Steig-Gefährten ins Gespräch kommen, einige hatten wir schon bei unserem Vortreffen in Böblingen kennengelernt. Wir waren dreizehn Klettersteig-Interessierte von Mitte zwanzig bis Mitte fünfzig mit unterschiedlichen Vorkenntnissen – von Klettermaxe (Arborist) bis Greenhorn.

1 tolles Erlebnis 2 Tage im Schnee für 3 Snowboarder


Am 27. Februar trafen sich Japheth, Martin und Marcus zur ersten Snowboard-Tour der Sektion Böblingen. Der Lawinen-Lagebericht sah gut aus: Stufe 1 bzw. 2 ab 1.800 m. Nach rund 4 Stunden hatten wir den Bahnhof in Langen am Arlberg erreicht.Jetzt das Board auf den Rucksack geschnallt und los ging's. Anfangs noch ohne Schneeschuhe auf einem Forstweg. Bald hatten wir den Lärm der Straße im Tal gelassen und konnten die Ruhe der Bergwelt genießen. Nach einer kurzen Rast auf einer sonnigen Lichtung wanderten wir mit Schneeschuhen und LVS über verschneite Wiesen und Almen - teils an Lawinenabgängen der letzten Woche vorbei.Nach rund 900 Höhenmetern, ca. 6 km und knapp 5 Stunden hatten wir unser Tagesziel, die Kaltenberghütte der Sektion Reutlingen erreicht. Dort wurden wir bereits von Philipp und den anderen 14 Gästen begrüßt. Wer wollte konnte sich noch in der LVS-Suche üben, das Etappen-Ziel mit einem Radler feiern sowie das Panorama und den tollen Sonnenuntergang genießen.Der Winterraum war gut eingeheizt und so konnten die Energiereserven mit einem kräftigen Vesper oder einer warmen Suppe aufgefüllt werden - auch wenn mit 18 Personen in dem Raum das Essen in Schichten erfolgen musste. Der Weg zur Toilette (mit "Eimer-Wasserspülung") ging's ein Mal ums Gebäude rum - so dass man sich warm einpacken sollte.Die Nacht verlief erstaunlich ruhig - ab und zu hörte man den Föhn-Sturm. Und da genügend Holz für den Ofen vorhanden war, brauchte auch "kein Holz gesägt werden".Am nächsten Morgen erwartete uns leicht diesiges Wetter, was uns aber nicht davon abhielt, nach einem guten Frühstück unsere Abfahrt ins Tal zu genießen. Teils Pulverschnee, dann wieder Harsch und zerfahrene Hänge - anspruchsvoll und echt genial. Der Föhn hatte seine Spuren hinterlassen und so begaben wir uns bei 7° Plus kurz nach 12 Uhr wieder auf die Heimreise.Alle 3 sind sich einig: es waren 2 tolle Tage und 1 super Erlebnis, das sicherlich wiederholt wird.

Bernd Schilpp berichtet direkt vom Fels.

 

Vor circa drei Jahren habe ich mit dem Klettern begonnen. Es ging dann ziemlich schnell raus an den Fels, weil das viel schöner ist als in der Halle. Meistens war ich auf der Alb und irgendwann fing ich mit Mehrseillängen in den Alpen an. Sowohl auf der Alb als auch in den Alpen war mir der Hakenabstand oft viel zu groß.

Also habe ich mir mobile Sicherungsmittel  - zuerst Klemmkeile und dann Friends besorgt, damit ich mich etwas sicherer fühlen konnte. Bandschlingen hatte ich eh schon genügend aus den alten Toprope Zeiten in Stetten im Remstal. So richtig funktioniert hat das jedoch nicht, denn ich wusste nie, ob das was ich da lege – wenn ich überhaupt die richtigen Stellen dafür gefunden habe – im Ernstfall auch hält.

 

Vom Enztal auf die Büchenbronner Höhe (07.02.2016)

 Trotz Fasching und schlechter Wetterprognose machte sich ein überschaubares Grüppchen von sieben unentwegten „Wanderfreaks“ am Sonntag auf den Weg nach Engelsbrand im Nordschwarzwald.

Gemütlich und bei bestem Wanderwetter geht es zunächst einmal Richtung Grösselbachtal. Wir folgen dem Verlauf des oberen Grösselbachs, bis wir auf einem schmalen Pfad den Aufstieg in Richtung Angelstein in Angriff nehmen. Der Angelstein ist eine Gruppe teils übereinander getürmter Felsblöcke aus Buntsandstein, mit Überhängen und Durchgängen.

 

Mittags erreichen wir pünktlich unser Ziel, das „Wanderheim am Schloßberg“ in Neuenbürg, wo wir vorzüglich speisen. Die vegetarische Woche läßt die Herzen aller Gemüseliebhaber höher schlagen. Aber auch die Freunde der „Fleischeslust“ kommen hier nicht zu kurz!

Während unserer Mittagspause kommt er dann tatsächlich, der angekündigte Regen. Also dürfen die Kaffee-Süchtigen noch in aller Ruhe ihrem Laster frönen. Kaum ist der Kaffee getrunken, hört es wie auf Kommando auf zu regnen.

Frisch gestärkt geht es weiter, vorbei an dem sehenswerten Schloß, das idyllisch über dem Städtchen Neuenbürg thront. Unser Rückweg verläuft zunächst entlang der Enz bis zum Grösselbach, den wir über eine Steinfurt passieren.Ein steiler Aufstieg führt hinauf zum höchsten Punkt unserer Wanderung, der „Büchenbronner Höhe (608 m)“ mit ihrem Aussichtsturm. Das Treppensteigen auf den Turm wird mit einer herrlichen Aussicht über Pforzheim und in die weitere Umgebung belohnt.

 

 

Von hier aus ist es nun nicht mehr weit zurück nach Engelsbrand. Zufrieden erreichen wir unseren Ausgangspunkt, und freuen uns schon auf die nächste Sonntagswanderung.